Inhalt bad-schmiedeberg.net
News  
Links  
Interaktiv bad-schmiedeberg.net
Fun  
Chat  
Forum  
utdesign
Bad Schmiedeberg liegt heute in Sachsen- Anhalt, ganz in der Nähe zum Bundesland Sachsen. Vor circa hundert Jahren war hier auch schon eine Grenze, nämlich die zwischen Sachsen und Preußen, wobei Schmiedeberg damals in Preußen lag. Das diese Sache mit der Grenze auch schon damals Schwierigkeiten bereitet hat, zeigt die folgende Geschichte aus dem Jahre 1904:

"Wenn in einem Ort ein größeres Feuer ausbrach, dann eilten aus den benachbarten Dörfern die freiwilligen Feuerwehren zur Hilfeleistung herbei. Das ist auch heute noch so. Natürlich gab es auch Fälle, wo eine solche Hilfe nicht gern gesehen wurde, weil der Betroffene froh war, dass die alte Bude herunterbrannte und er seine Feuerversicherung ausbezahlt bekam. Bemerkungen wie "Macht, dass ihr fortkimt, das is unser Feier" sollen in solchen Fällen gefallen sein. Die heimische Wehr verhinderte dann lediglich eine Ausbreitung des Feuers. Forderte man aber Hilfe an, so wurde sie auch gewährt.

In Schmiedeberg trat aber in einem Fall genau das Gegenteil ein. Am 17. Februar 1904 alarmierte mit einem Glockenschlag 7 Uhr abends die Schmiedeberger Einwohnerschaft der Schreckensruf: "Der Kirchturm brennt!" Der Brand war vermutlich durch den gerade angeheizten Ofen in der Türmerwohnung entstanden. Einige beherzte Männer und das Türmerehepaar drangen sofort nach oben, standen aber trotz aller Anstrengungen dem in dem trockenen Gebälk schnell um sich greifenden Feuer machtlos gegenüber. Ein lebhaftiger Südwestwind blies das Feuer zu einer hoch emporsteigenden Lohe an, so dass bald jedem klar war, dass der ganze Turm mit seinem riesigen Holzwerk und die Treppen ein Raub der Flammen werden würde. Die damals anwesenden Feuerwehren mussten zunächst untätig verharren, da vor Einsturz der Laterne und der Laube (obersten Teile des 65 m hohen Turmes) nicht vorgegangen werden konnte.

Nachdem das Gebälk der Haube in den Turm gestürzt war, konnten sie in Aktion treten. Das Feuermeer im Inneren des Turmes wurde zu unheimlicher Glut entfacht, die Flammen schlugen aus allen Luken. Glühende Metall- und Holzteile wurden aus dem Feuerschlot geworfen. Alle angrenzenden Grundstücke mussten geräumt werden, weil durch Funkenflug und herabstürzende Teile das Feuer um sich greifen konnte. Angesichts großer Gefahr bat Bürgermeister Loechel die Stadt Leipzig um Entsendung eines Dampfspritzenzuges. Leipzig lehnte aber die erbetene Hilfe ab, denn die Feuerwehr dürfe nicht ins "Ausland" fahren. Schmiedeberg lag in Preußen, Leipzig in Sachsen. Es blieb dann der Halleschen Feuerwehr mit einer Dampfspritze vorbehalten, die Nachts gegen 0:30 Uhr mit einem Sonderzug eintraf um den Brand zu bekämpfen. Wertvolle Zeit war durch die Absage Leipzigs verlorengegangen. Schnell waren zwei Schläuche gelegt, mit denen große Mengen an Wasser in den Turm geworfen werden konnten, die dem Feuer dann bald ein Ende bereiteten. Nur den kleinen Feuerwehren aus Schmiedeberg und Umgebung war es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf die Kirche und andere Gebäude übergreifen konnte und auf dem Turm beschränkt blieb."

Aus: Preußisches Feuer geht uns nichts an

Startseite nach oben zurück Suche Kontakt
 
  Montag, den
  27. Februar 2006
  23:42 Uhr
Wetter
User online
  2 User online
Newsletter
 
 Newsletterinfos
Marktplatz
  derzeit 3 Anzeigen
  Marktplatz
Grußbox
Name:
machs nich
schlechter als es
is!
ich:
3 Mio Schulden,
explodierende
Häuser,keine bar
mehr,
jana:
wie ist bad
schmiedeberg so
wir haben vor
dort hin zu
ziehen?
jana:
wie ist bad
schmiedeberg so
wir haben vor
dort hin zu
ziehen?
bad-schmiedeberg.net: Bad Schmiedeberg auf einem Klick

2003 2004 2005 2007 2008