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Eisenmoorbad |
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Stadtchronik > Eisenmoorbad |
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Am 26. April 1878 brachte der Schmiedeberger
Gewerbeverein einen Antrag zur Einrichtung eines Moorbades beim Magistrat
der Stadt Schmiedeberg ein. Am 28. April 1878 wird per Beschluss das "Städtische
Eisenmoorbad" gegründet. Das verlassene Garnisonslazarett stand als
geeignetes Gebäude zur Verfügung. Der Magistrat stellte darin
einige Räume zur Verfügung und beschaffte auf Kosten der Kämmereikasse
"unentbehrliche Utensilien" und ließ kostenlos einige Fuhren Moor
und Brennholz anfahren. Ungefähr Mitte Juni 1878 wurde bereits ein
Badereglement erarbeitet und in 500 Exemplaren gedruckt. Als Gründungsdokument
gilt eine Anzeige in einer Magdeburger Zeitung, die Moorbadekuren in Schmiedeberg
anpreißt.
Ein Jahr nach der Gründung der
Moorbadeanstalt musst die erste Erweiterung vorgenommen werden. Die ehemalige
Reithalle wurde zu einem "allen Ansprüchen gerechten Bad". Mit der
Nutzung des Gebäudes wurde das ehemlige Garnisonslazarett als Badehaus
überflüssig und wurde zum Kur- und Logierhaus umgebaut.
Mit der Zeit wurde Schmiedeberg als
Moorbad bekannt. Ab 1880 gab es auch ein Kurorchester unter der Leitung
des Kapellmeisters Schreib. Von 1886 wurden täglich Kurkonzerte gegeben.
Jährlich stieg die Zahl der Gäste. Dies veranlasste die Stadtverwaltung
über einen Neubau einer Badeeinrichtung nachzudenken. 1892 wurde der
"Mittelflügel mit Holzveranda" in Betrieb genommen. Er enthielt 8
Zellen für Moorbäder, 4 für Wasserbäder und die dazugehörigen
Schwitzbäder und einen großen Raum zur Dusche. Am 8. August
1895 wurde mit der Eröffnung der Bahnstation, der Stadt auch das "Bad"
verliehen. 1900/1901 wurde der Mittelflügel verlängert. Die Kapazität
stieg auf 80 Moorbade- und Schwitzzellen, die bis zum 2. Weltkrieg unverändert
blieb.1908 wurde das neue Kurhaus im Jugendstil eingeweiht.
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| in der Moorwanne
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| Moorbadeanstalt
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Während des 2. Weltkrieges wird
Bad Schmiedeberg nicht umkämpft oder zerstört. Der Zustand des
Badehauses war 1945 trostlos. Nur zwei Badezellen waren noch benutzbar.
Das Städtische Eisenmoorbad wird zunächst an die Landesversicherungsanstalt
Sachsen-Anhalt verpachtet und geht dann im April 1950 in das Eigentum der
Sozialversicherung des FDGB über.
In der Mitte der 1950er Jahre werden
weitere Erweiterungsbauten ausgeführt. 1956 wird eine neue Mooraufbereitungsanlage
in Betrieb genommen. Ende der 1970 Jahre, zum 100. Bestehen des Eisenmoorbades,
erfolgt der Einbau moderner Badeeinrichtungen. Die alten Holzwannen werden
durch Edelstahlwannen ersetzt. In den 1970er und 1980er Jahren wurden jährlich
6000 Kurpatienten betreut.
1989 wird das Eisenmoorbad in das
städtische Eigentum zurückgefordert. Die Gründung der Eisenmoorbad
Bad Schmiedeberg-Kur-GmbH folgte und mit ihr ein nie zuvor dagewesener
Bauboom. Als erster Schritt erfolgt die Umstellung der Heizuungsanlagen
von Rohbraunkohle auf Erdgas. Das ehrwürdige Jugendstilkurhaus wird
1992 aufwendig restauriert. Eine neue Rehabilitationsklinik für Orthopädie
und Gynäkologie sowie eine moderne Moorküche entstehen. 1999
wird das neue, moderne Kurmittelhaus am Schwanenteich eingeweiht. Außerdem
wird der Kurhausvorplatz zur Kurpromenade umgestaltet. 2002 entseht ein
neues Bettenhaus, dass zusammen mit dem Kurmittelhaus zur Rehabilitationsklinik
Eisenmoorbad wird. Zwischen 1990 und 2003 werden von der Eisenmoorbad Bad
Schmiedeberg-Kur-GmbH über 130 Mio € in die Restaurierung und
Erweiterung der Kuranlagen investiert. Im Jahr 2003 werden in Bad Schmiedeberg
circa 320 000 Übernachtungen gezählt, davon 177 600 innerhalb
des Eisenmoorbades. Weitere Investitionen in einer Höhe von 13,5 Mio
€ sind für die Zukunft geplant. Sie sollen neben der Anerkennung
zum "Staatlich anerkannten Moor- und Mineralheilbad" auch den Titel Kneippkurort
/ Kneippheilbad einbringen.
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Kurmittelhaus
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Rehaklinik
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