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Bundesradfahrerdenkmal im Kurpark Nach dem 1. Weltkrieg hat der Bund Deutscher Radfahrer entschieden, die gefallenen und vermissten Vereinsmitglieder und Sportler mit einem besonderen Denkmal in Deutschland zu ehren. Nur über den Standort konnte man sich innerhalb der Gebietsverbände, der sogenannten Sportgaue des Radfahrerbundes nicht einigen. So wurde der Vorschlag von Paul Horn aus Halle/Saale aufgegriffen, das Denkmal in der Mitte Deutschlands zu errichten. Hierfür kann man an der Ostseite des Steines den Hinweis mit der Aufschrift "In großer Zeit erdacht - in schwerster Zeit vollbracht, Paul Horn, Halle" finden. Es stritten sich die Geister über die wahre Mitte Deutschlands. Zum einen war das Elbaue-Dorf Dorna und Krina in der Dübener Heide im Gespräch (Zu beachten ist, dass hier das Deutschland mit seiner Landesgrenze aus dem Jahr 1914 gemeint ist. Wenn man die Mitte Deutschlands nach der heutigen Staatsgrenze ermitteln will, kommt natürlich keines der beiden Dörfer in Betracht.) Damals wollte man das Denkmal aber nicht in ein "unbedeutendes" Dorf stellen und man entschied sich aus diesem Grunde für Bad Schmiedeberg, dass schon in damaliger Zeit durch sein Eisenmoorbad regionale Bedeutung hatte. Endgültiger Standort war letzendlich der Kurpark im Heide-Kurort. Mit dieser Lösung waren alle Beteiligten aus dem Radfahrerbund einverstanden, da Bad Schmiedeberg auch noch ziemlich genau zwischen den beiden Dörfern Dornau und Kriena liegt.
Auf einem flachen Hügel wurde dann der sechseckige Sandsteinobelisk errichtet. Auf sechs Sandsteinplatten am unteren Teil des Denkmals sind die 46 Sportgaue mit Nummer, Namen und Anzahl der gefallenen Sportkameraden eingraviert. Darüber waren bis in das Jahr 1993 die einzelnen Namen der gefallenen Sportler aus dem Gau Magdeburg eingemeißelt. Heute findet man hier stattdessen geschliffene Platten ohne Inschrift. Die Frontseite zeigt einen Stahlhelm und die Jahreszahlen 1914 - 1918. In der oberen Hälfte sind Firedenssymbole, die Initialen "BDR" sowie der Satz "In unwandelbarer Treue, den gefallenen Bundeskameraden" zu finden. Auf der Stele lodert in Stein gehauen die ewige Flamme. Im bepflanzten kreisrunden Erdwall befindet sich die "symbolische Handvoll Erde" aus allen Sportgauen.
Das Denkmal wurde am 17. Juni 1923 eingeweiht. Anfang der 90-er Jahre beschloss die Stadt Bad Schmiedeberg, der Landessportbund Sachsen-Anhalt und der Bund Deutscher Radfahrer das Denkmal zu restaurieren. 1993 konnte es neu eingweiht werden.


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